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Auf Kopenhagen freu‘ ich mich seeehr! Wir hatten sie uns schon immer mal für ein Wochenende vorgenommen. Letztendlich wurde nie was draus…

København:
– Hauptstadt Dänemarks
– Einwohner: ca. 602.500
– befindet sich auf der Insel Seeland
– gehört zusammen mit einem südlichen Teil von Schweden zur Öresund-Region

Den Bus haben wir, wie immer, am Stadtrand geparkt. Zu Fuß laufen wir mind. eine halbe Stunde in die Stadt rein.
Was sofort auffällt: ALLE fahren hier Fahrrad! Ob Student, der „Business-Man“ mit seiner Aktentasche oder die Oma mit ihrem Gemüsekorb. Die Drahtesel beherrschen die Stadt. Die Fahrradwege sind fantastisch ausgebaut und häufig überfüllter, als die „normalen“ Straßen.

Zu allererst schauen wir uns die Christiania-Freistadt an. Ein autonomes Viertel, dass seit 1971 existiert. Es umfasst 34 Hektar und befindet sich auf einem ehemaligen Militärgelände. Ich fühl‘ mich hier sofort wohl.
Alte Fabrikgebäude und Kasernen in denen jetzt verschiedene Familien leben. Überall sieht man alte, verrostete Fahrräder rumliegen oder aufeinander getürmt.
Repair-Cafés in denen „Altes“ wieder aufgemöbelt und funktionstüchtig gemacht wird scheinen hier zu boomen. Viele Marktstände und Second-Hand-Läden laden zum schmökern ein.
Egal wo man sich aufhält. In jeder Ecke riecht es nach Gras 😆
Ich weiss nicht, ob der mittlerweile übermäßigen Tourismus hier Schuld ist oder ob die Kommunler einfach nicht sonderlich viel Wert auf Sauberkeit legen. Jedenfalls hat Christiania ein Müll-Problem. In vielen Ecken und Höfen sieht es richtig siffig aus und einige „Homies“ denen man hier begegnet, sehen wirklich „fertig“ aus… 🤤🙄 wohlfühlen ist dann doch was anderes…
Wir machen ein Foto und werden drauf hingewiesen dies zu unterlassen. Ich bin genervt!

Der Fakt, dass das Viertel autonom lebt und unabhängig von Kopenhagen ist, ist absolut spannend. Aber leben könnte ich hier nicht! Hier herrscht das Chaos 😉

Wir schlendern raus aus Christiania und durch die Innenstadt. Hunger kündigt sich an. Im Restaurant Ritzratz schlemmen wir uns für 10DKr pro Person durch ein leckeres vegetarisches Buffet.

Am anderen Ende der Stadt gibt es zwei Plätze, die ich unbedingt sehen möchte. Den Superkilen-Platz (roter Platz) und den Palästina-Platz (gestreifter Platz). Beide habe ich mal in einem Beitrag auf arte gesehen und war sofort fasziniert.
Der Erste, wie der Name schon sagt, ist komplett in Rot-Tönen gehalten. Der Asphalt, die Häuserwände, der Kinderspielplatz. Sogar die Mülltonnen. Leider sind die Farben über die Jahre schon etwas verblasst, sodass der Platz gar nicht mehr die Wirkung hat, die er ursprünglich mal hatte. Schade!
Überquert man die Straße gelangt man direkt zum Palästina-Platz mit seinen duzenden Streifen, die sich auf dem Asphalt von einem Ende zum anderen schlängeln.
Dieser Ort übertrifft meine Vorstellungen. Es wirkt surreal! Wir setzen uns auf den höchsten Punkt und können uns gar nicht sattsehen. Mehr davon!

Køpenhagen war toll. Jetzt freuen wir uns auf unseren Bulli, der am Hafen vor einer Schrebergarten-Anlage wartet.

Als ich kurz vor dem Schlafengehen die öffentlichen Toiletten aufsuche, erwartet mich das Grauen. Hier sitzen in allen Ecken große, dicke schwarze Spinnen 🕷 als ich die Tür zuknalle, fliegt direkt eine von der Decke vor meine Füße. Das es so Viecher überhaupt in Dänemark gibt… es ist ekelhaft! Sogar Emil kommt etwas angewidert aus seiner Kabine und das hat schon was zu heissen.
Am Abend hatte er noch eine nette Begegnung mit einem Fuchs 🦊 und die Spinnen sind vorerst vergessen 😉

Am nächsten Tag fahren wir zum Frederiksborg-Slot (Schloss) nicht weit von Kopenhagen entfernt.

Frederiksborg-Slot:
– ein Wasserschloss in Hillerød auf der dänischen Insel Seeland
– gilt als größtes und bedeutendstes Bauwerk der nordischen Renaissance
– wurde Anfang des 17. Jahrhunderts erbaut

Wir parken wieder etwas ausserhalb, um die Gegend zu Fuß zu erkunden. Die eigentliche Schlossanlage ist wiederum von einem Park umgeben, der riesig ist. Wir hätten hier vermutlich den ganzen Tag herumstreunern können. Es ist wunderschön! Ein Teich hier, ein Gartenschlösschen dort. Weite Wiesen. Die perfekte Picknick-Kulisse!

Zum krönenden Abschluss das Frederiksborg-Slot, dass mitten auf einem See ruht.

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